Lehre in Flensburg gegeben

Management-Seminar


Mindmaps zur Moderierung

8. Februar 2009: Ich gebe zum ersten Mal eine Blockveranstaltung zum Thema "Einführung ins Management".

Die einwöchige Blockveranstaltung war eine allgemeine Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Als Perspektive diente ein Lehrbuch, das sich insbesondere um "Innovation and Entrepreneurship" kümmerte. Es nahmen 12 internationale Studierende teil (Nicht-Europäer). Die Unterrichtssprache war Englisch.

Themen

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Perspektive des Kurses

Themen, die in der Blockveranstaltung von mir abgedeckt wurden:
- Besonderheiten der Innovation in KMU
- Innovationskategorien (Produkt-, Prozess-, Positions- und Paradigmeninnovation)
- Innovationsschritte (Ideengenerierung, Auswahl und Implementierung von Innovationen)
- Konsumentenadaption im Innovationsprozess
- Individuelle Innovationsfähigkeit, persönliche Innovationsstile
- Innovationsförderndes Organisationsklima
- Instrumente der Ideengenerierung (u.a. Lateral Thinking)
- Innovationsgenerierung mit Kunden
- Innovationsumsetzung im Businessplan
- Konkurrentenanalyse
- Innovationsnetzwerke
- Wechsel von Fordismus zu Mass Customization (Youtube-Video)
- Innovation in der Fertigung (Value Chain)
- BCG-Matrix und Product-Life-Cycle
- Innovation in der Dienstleistungsbranche
- Innovation im Produktentwicklungsprozess
- Innovation mithilfe von Philosophie (Kaizen), mit Hilfe von Kreativität oder mit Hilfe von Analysen
- Wissensmanagement

"The beauty of it is that with every pair of hands you get a free brain!"

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Gutes Buch!

Mit folgenden Methoden habe ich die Lehre aufgelockert:
1.) Studierende mussten "ordentlich" mitschreiben und später die Mitschriften untereinander austauschen und dann mit Post-Its Ergänzungen an die Mitschriften der Kommilitonen kleben (Dauer: ca. 15 Minuten).


2.) Die fünf einzelnen Abschnitte eines Kapitels, das das Thema der Sitzung zusammenfasst, wurden von drei Lernpaaren und zwei "Lerntrios" gelesen. Jedes Lernpaar machte aus seinem Abschnitt eine Mindmap und präsentierte die Mindmap und damit den Abschnitt auf einer Flipchart der gesamten Gruppe (Dauer: ca. 3 Stunden).


3.) Büchervergleich: Lernpaare mussten jeweils das gleiche Thema (Mass Customization) in zwei unterschiedlichen Büchern lesen und sich als Paar auf die 4 bis 5 wichtigsten Aussagen (aus beiden Büchern) einigen. Diese Aussagen wurden dann an der Tafel in einer Mindmap zusammengeführt. Jedes Lernpaar hat dabei für eine wichtige Aussage einen Arm an die Mindmap gezeichnet und manche auch weitere Unterstrukturierungen der Mindmap hinzugefügt (Dauer: ca. 45 Minuten).


4.) Studierende mussten zu Hause ein Kapitel lesen. Ich habe dann in der Stunde eine PPT-Folie gezeigt, die verschiedene wichtige Begriffe des Kapitels aufführte. Die letzte Studentin aus der hintersten Sitzreihe durfte sich einen der Begriffe auf der Folie aussuchen und ihn erklären. Nun durfte sich der Student neben ihr einen der Begriffe aussuchen und ihn erklären. Das ist eine Methode, die ich mir bei einer Merseburger Kollegin abgeschaut hatte. Die freie Wahl der zu erklärenden Begriffe führt dazu, dass die Studierenden, die als nächstes drankommen, sich immer mehr überlegen müssen, welchen der verbleibenden Begriffe sie noch erklären könnten. So gehen sie gedanklich alle Erklärungsmöglichkeiten für verbleibende Begriffe durch. Selten hat man  seine Studierenden so wach in einem Seminar! - dauert aber leider nur ca. 30 Minuten.


5.) Am Ende der Blockveranstaltung habe ich eine Wiederholungsübung mit den Studierenden gemacht. Jeder der Studierenden durfte dazu eine Frage auf einen kleinen Zettel schreiben, die er in einer Klausur stellen würde und sollte den Zettel in einen Beutel werfen, der rum gegeben wurde. Wer eine zweite, besonders gute Frage im Kopf hatte, durfte auch einen zweiten Zettel in den Beutel werfen. Ich hatte vorher bereits heimlich einige Zettel in den Beutel gelegt, darunter auch ein paar Joker, mit denen man einen Schokoladenriegel gewinnen konnte. Das ganze habe ich in eine Geschichte eingepackt. Als alle Zettel im Beutel waren, wurde der Beutel durch die Reihen gereicht, eine Frage gezogen und diese beantwortet. Dabei durfte der Nachbar auch schon mal etwas helfen. Dann wanderte der Beutel weiter die Sitzreihen runter. Das klappte sehr gut und machte den Studierenden wohl viel Spaß und führte dazu, dass sie die gezogenen Joker heimlich wieder in den Beutel schmuggelten, um dadurch an mehr Schokolade zu kommen (Dauer: ca. 30 Minuten).

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Dr. Veit Larmann
info (bei) veit-larmann.de

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